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Niklas Laue: "Rammstein zum Krafttraining - und schon konnten alle Deutsch!"

- Hallo Niklas, erzähle bitte, wie es dazu kam, dass du zwei Wochen lang mit den russischen Bandy-Profis trainiert hast.

- Als sich mir im Oktober 2014 die Chance ergab zwei Wochen mit Lokomotive Orenburg, einem Bandy-Profiteam, zu trainieren war mir klar, dass sich mir so eine einzigartige Gelegenheit nicht so schnell wieder ergeben würde. Also packte ich meine sieben Sachen, buchte die Flüge und machte mich zusammen mit Oleg Schiebelbein auf in die Tiefen des Uralgebirges.

- Oleg ist doch ebenfalls deutscher Nationalspieler?

- Ja, genau. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich ohne Oleg doch ziemlich aufgeschmissen wäre, in einem Team in dem niemand Englisch, geschweige denn ein Wort Deutsch spricht. So war ich froh, dass Oleg mit seinen Russischkenntnissen mir vieles erklären und mir auch die russische Kultur etwas näher bringen konnte.

- Zum Beispiel?..

- Highlights waren unter anderem verschiedene russische Fernsehsendungen in denen willkürlich Menschen miteinander verheiratet wurden, oder auch der Panzer-Biathlon und natürlich die gute russische Küche.
Überraschend fand ich dann allerdings, dass beim ersten Krafttraining zur Motivation Rammstein aufgelegt wurde und plötzlich die halbe Mannschaft zu den sanften Klängen von „Feuer frei!“ für gut drei Minuten fließend Deutsch sprach.

- Wie sah nun das Training mit den Profis aus?

- Besonders gespannt war ich auf das Eistraining. Vor allem durch die hohe Geschwindigkeit und unglaublich präzise Ballbeherrschung und Schusstechnik (und das alles auch in der Luft!), ließen mich die Jungs dann doch das eine oder andere Mal verblüfft stehen. Beim Trockentraining wurde mir dann auch klar, woher die Geschwindigkeit kommt. Denn als ich endlich die tausendste Treppenstufe erklommen hatte und mich, nach Wasser lechzend, auf die Dusche freute, um meiner völlig zerstörten Beinmuskulatur endlich Ruhe zu gönnen, kam Oleg

grinsend zu mir und erklärte, dass dies erst Durchgang Nummer eins gewesen sei. Später in der Dusche spürte ich kaum noch meinen Körper, sodass es mir auch nichts ausmachte, dass wir mal wieder nur eiskaltes Wasser hatten. Immerhin wurde die Warmwasserleitung dann doch noch kurz vor unserer Abreise repariert.

- Wie fandest du denn das Trainingcamp bzw. die Russland-Reise insgesamt?

- Zusammenfassend kann ich sagen, dass dies mit Oleg eine sehr spannende und lustige Reise war, auf der ich viel gelernt habe und das nicht nur auf der Eisfläche. Ich hoffe diese Erfahrungen bei der WM 2015 in Khabarovsk für die „Sbornaja Germanii“ Erfolg versprechend einbringen zu können.

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