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 Home ... Media ... Bandyfest in Nijmegen 

Das deutsche Bundesteam wurde auch dieses Jahr zu den Freundschaftspielen in das benachbarte Holland eingeladen. Diese Freundschaftsspiele in Rinkbandy sind bereits Tradition geworden. Wir sprachen mit dem Coach der deutschen Rinkbandymannschaft Dmitri Antropov.

 

- Dmitri, welche Spieler sind eigentlich mit dem deutschen Team nach Holland gereist?

- Dieses Jahr konnten leider nicht alle unsere Leistungsträger die Freundschaftsspiele in den Niederlanden bestreiten. So sind beispielsweise Dmitri Kusmin, Eugen Meier und Alexej Zygankov in Deutschland geblieben. Jedoch hatten wir mit Eugen Kudrin und Sergej Naab zwei sehr starke Spieler, die das Team angeführt haben.

- Nijmegen ist bekanntlich die Hochburg des niederländischen Bandy. Was haben die Holländer diesmal vorbereitet?

- Die Gastgeber haben sich viel Mühe gegeben. Vor dem ersten Spiel gab es eine große Opening-Show, die mehr als 500 Zuschauer auf der Tribüne verfolgt haben. Es hat den deutschen Spielern sicherlich Spaß gemacht, vor so vielen Zuschauern zu spielen.

- Erzählen Sie von dem Spiel am Samstag.

- Im ersten Spiel waren die Gastgeber uns nicht unbedingt überlegen und die ersten 25 Minuten waren absolut ausgeglichen. Jedoch führten die anschließenden Fehler in der Abwehr und das Eigentor sowie die Tatsache, dass wir mit nur zwei Reihen gegen die drei starken Reihen der Niederländer aufgetreten sind, zu dem nicht besonders schönen Ergebnis: 2:10.

- Es gab ja am Sonntag dann das zweite Spiel.

- Richtig. Und in diesem Spiel hat die deutsche Nationalmannschaft nicht nur den Teamgeist und die Kampfmoral bewiesen, sondern auch deutlich gezeigt, dass sie auch offensiv spielen kann. Wir haben das ganze Spiel geführt und die Gastgeben mussten immer wieder aufschließen. Das hat sie sichtlich nervös gemacht. Ich glaube, dem Publikum hat das zweite Spiel wesentlich besser gefallen.

- Was können Sie zu den einzelnen Spielern sagen?

- In erster Linie möchte ich unserem Torwart Viktor Rud danken. Er fand zu seinem Spiel, hatte mehrere Abwehrparaden und parierte im Spagat fast hoffnungslose Bälle. Unser Youngster Ewald Paul war ebenfalls sehr präsent und zweikampfstark. Der Neuling des deutschen Teams Noah Houck hat zwar sichtlich nervös agiert, hat aber fleißig mitgeholfen. Er sollte mutiger und selbstsicherer spielen.

Zum Schluss möchte ich noch Sergej Zajzev auszeichnen, der zwei sehr schöne Treffer erzielen konnten, darunter den entscheidenden Siegtreffer 20 Sekunden vorm Spielende.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das deutsche Team im zweiten Spiel den echten Teamgeist bewiesen und verdient mit 6:5 gewonnen hat. Die Stimmung war absolut top!

- Sie haben bei diesen Spielen nicht nur als Coach des Bundesteams agiert…

- Ja, das stimmt. Ich möchte an dieser Stelle den ersten Vorsitzenden des Deutschen Bandy-Bundes Evgeny Epifanov für das Vertrauen und das Angebot danken, das Freundschaftsspiel als Schiedsrichter zu leiten. Wegen der unangenehmen Verletzung im Sommer falle ich als Spieler in dieser Saison aus. Das Spiel als Schiedsrichter zu leiten hat mir viel Freude bereitet. Meine Arbeit wurde von dem internationalen Bandy-Verantwortlichen aus Schweden begutachtet. So wie es aussieht, habe ich meinen Job gut gemacht. Ich bin nun im Schiedsrichterpool für die diesjährige B-WM in China und freue mich riesig auf diese Aufgabe. Es war für mich wichtig, die Verbindung zu Bandy aufrechtzuerhalten.

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